LSVT

LSVT® – Lee Silverman Voice Treatment- Lee-Silverman Stimmtraining speziell für Parkinson-Betroffene

Nach erfolgreicher Absolvierung des LSVT® Zertifizierungs-Workshops bin ich für diese spezielle Therapiemethode berechtigt den Titel „zertifizierte LSVT® Therapeutin“ zu verwenden.
Meine Mitarbeiterin Katharina Wiedeking ist ebenfalls zertifizierte LSVT® Therapeutin. Gemeinsam bieten wir diese Therapiemethode an und freuen uns auf Sie.

Die LSVT® Methode wurde in den USA entwickelt und wissenschaftlich evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Methode zu einer deutlichen Verbesserung der Stimmqualität führt. Auch die Haltung, das Sprechen, die Mimik und die Schluckfunktion werden positiv beeinflusst.
Innerhalb einer vierwöchigen Intensivtherapie werden Übungen zur Verbesserung der Stimmfunktion und Sprechlautstärke erlernt. Diese führen zu bis zu zwei Jahre anhaltenden Erfolgen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne direkt an uns!

Die nachfolgende Pressemitteilung vom dbl e.V informiert zusätzlich in kurzer, verständlicher Weise über die Anwendung und den Nutzen des Verfahrens.

Parkinson: Viele Patienten leiden unter Stimmproblemen

Spezielle logopädische Therapie hilft, verständlich zu sprechen

Etwa 240.000 bis 280.000 Menschen leiden in Deutschland an Morbus Parkinson. Meist treten die ersten Symptome im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf, so dass die Zahl der Betroffenen angesichts der Veränderungen der Alterspyramide in Zukunft voraussichtlich noch zunehmen wird. Hauptsymptome sind die Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Akinese), Muskelsteifheit (Rigor) und Zittern (Tremor).

90% der Parkinson-Patienten haben auch Probleme mit dem Sprechen: Die Lautstärke ist stark reduziert, die Stimme monoton und rau, die Artikulation verwaschen oder das Sprechtempo viel zu schnell. Zunehmend wird auch die Mimik eingefroren, was die Kommunikation zusätzlich erschwert. „Diese Symptome schränken die Kommunikationsfähigkeit von Parkinson-Patienten stark ein und können so zu sozialem Rückzug und Depression führen“, so Thomas Brauer, Vorstandsmitglied des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) und fachlicher Leiter der Lehranstalt für Logopäden am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Deshalb sei eine frühzeitige, gezielte logopädische Therapie außerordentlich wichtig, um die Kommunikationsfähigkeit zu erhalten. „Aufgrund des schleichenden Verlaufs bemerken viele Betroffene ihre leise Stimme selbst nicht“, so Brauer. Dies mache die therapeutische Arbeit besonders schwierig.

Sehr erfolgreich wird seit einigen Jahren in den USA ein parkinsonspezifisches Therapieverfahren eingesetzt, das nachweislich effektiv wirkt und sowohl vom National Insitute of Health (USA) als auch von der Selbsthilfeorganisation Deutsche Parkinson-Vereinigung und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) anerkannt wird: das Lee-Silverman-Voice-Treatment® (LSVT).

Das Schlüsselwort dieser Methode ist: „Sei laut“! Bei frühem Therapiebeginn und kurzer (4 Wochen), hochfrequenter (4 x pro Woche) Übung gelingt es, die Parkinsonpatienten in die Lage zu versetzen, mit normaler Lautstärke im Alltag zu kommunizieren. „Trotz fortschreitender Krankheit hält diese Fähigkeit einschlägigen Studien zufolge zwei Jahre an, sofern die Patienten die Übung beibehalten und ihre Lautstärke mit Hilfe der Logopädin in halbjährlichen Abständen immer wieder auf das richtige Maß bringen“, so Thomas Brauer.

Quelle: dbl e.V.